Mr. Rubber Switzerland 2017

Ich wurde am 10.06.2017 anlässlich der Pride in Zürich von breitem Publikum und ausgewählter internationaler Jury zum Mister Rubber Switzerland 2017 gewählt. Ein Ehrenamt, welches die Schweizer Rubber-Community repräsentiert, ein Gesicht gibt und Ansprechperson sein soll. Ich persönlich verbinde mit diesem Amt auch das Motto «sei Dich selbst» und «steh zu Dir», möchte Mut machen, wie ich ihn täglich neu fasse…

Für mich war es nicht nur ein einfacher Schritt auf die Bühne zu meiner Wahl – für mich war es bedeutend mehr! Nach einem Autounfall vor 16 Jahren, schaffte ich es nicht einmal mehr alleine vor die Wohnungstür. Vorbei waren meine Bühnenauftritte im Theater. Psychisch erkrankt veränderte sich mein Leben grundlegend, und ich verlor sogar meine Erwerbsfähigkeit gänzlich.

Reiki unterstützt mich auf meinem Weg. BDSM bedeutet mir sehr viel, daher trage ich auch offen und mit Stolz mein Halsband.

Ja ich bin Fetischist, liebe besonders Rubber, aber auch andere Fetische wie Leder und Worker-Outfits mag ich sehr gerne.

Jeder darf das wissen und soll es sehen. Ich möchte anderen Mut machen, zu sich zu stehen und ebenso ihren nächsten Schritt zu wagen – entsprechend wie ich meinen Fuss wieder auf die Bühne setzte.

Als Mister Rubber Switzerland 2017 steh ich dafür ein, selbstbewusst, freudig und ganz selbstverständlich seine Rubber-Outfits in der Öffentlichkeit zu tragen und sich darin wohl zu fühlen. Und wenn ich mit meiner besonderen Liebe für schweres Gummioutfit und Industrial-Rubber einer besonderen Gruppe unserer grossen Familie ein Gesicht gebe, so stehe ich doch für uns alle, die wir Gummi auf verschiedenste Art und Weise lieben und uns darin wohl fühlen.

Aus persönlicher Betroffenheit wende ich mich auch an jene, die psychisches Leid bedrückt, sich ängstigen, schämen, für was auch immer: ihnen soll mein Schritt Mut machen, sich anzuvertrauen, Hilfe anzunehmen und letztendlich auch zu sich selbst zu finden und zu stehen. Ich setze mich dafür ein, mit Betroffenen respektvoll und achtsam umzugehen, und sie in die
Gesellschaft zu integrieren.